Es ist jetzt schon fast zwei Wochen her, dass ich hier meine Erstankündigung hatte. Und Artikel hab ich erst zwei geschrieben. Grund dafür war eine sehr ausgiebige Arbeit für die Uni, die mir doch gleichzeitig den Anlass für diesen Artikel liefert.
Wir alle kennen das. Manchmal müssen Daten zwischen dem Laptop und dem Desktop PC einfach hin und her fließen. Man sollte es am Besten nicht mal merken, es sollte einfach passieren.
So hätten wir es doch alle am liebsten. Doch wie funktioniert das? Am besten ja eigentlich lokal, also ohne Daten über das Internet schaufeln zu müssen.
Diesen Traum habe ich schon vor einer Weile aufgegeben. Lokaler Datentransfer funktioniert. Akzeptabel. Lokaler Datenabgleich nicht.
Wer von mehr als einem Gerät aus die selben Daten bearbeiten will, verzweifelt sehr schnell am in quo halten seiner Daten – auch wenn man sich noch so Mühe gibt, manchmal ändert man an mehr als einem Gerät den Datensatz, bevor der Abgleich kommt. Und der weiß nun mal nicht, was richtig oder falsch ist. Ein fatales Versagen ist vorprogrammiert.
Wer sich Mühe gibt, dem entgegen zu wirken, ist ein eigentlich kleiner Helfer, der im Alltag zum größten Lebensgefährten wird: die Dropbox.
Die Illusion des lokalen Datenabgleichs habe ich schon lange aufgegeben. Die Angst vor dem Datenverlust durch die Wolke noch nicht. Doch Dropbox ist eines dieser Tools, das beim Abbau meiner Angst hilft.
Na gut, ich gehöre wahrscheinlich zu einer Minderheit. Doch Leser dieses Blogs könnten auch dazugehören: Ohne eine mobile Datenleitung läuft nichts mehr! (Bei mir tethered ein Internet Packet L von O2 unterwegs halbwegs konstant über Bluetooth Daten vom Handy an meine Laptop. Ein Komfort, der kaum größer sein könnte.)
Die Dropbox sorgt – eine mehr oder minder konstante Verbindung vorausgesetzt – für einen Datenabgleich a la MS Exchange. Wer was ändert, sagt der Wolke bescheid und die leitet es an alle anderen Teilnehmer weiter. Da jeder bei Änderungen (theoretisch) am Internet hängt, ist die Datei immer aktuell. Leider bezieht sich diese Änderungslogik nur auf gesamte Dateien. Wer hofft, gleichzeitig Word Dokumente bearbeiten zu können, wird enttäuscht. Allerdings wird es voraussichtlich mit der bald erscheinenden Version von Microsoft Office oder unter Mac OS mit Programmen wie SubEthaEdit funktionieren. Ein noch sehr wirrer Geheimtipp könnte hier übrigens Google Wave sein.
Doch wenn es um vollständige Dateien geht, also z.B. aufgeteilte Projekte: Greift zur Dropbox.
Fast zwei Wochenlang hat die Dropbox nun tapfer sämtliche Daten, die ich benötigte, zwischen meinen Geräten hin und her geschoben. Fehler machte sie dabei keine! Ich gebe zu: Wenn so etwas neu ist, hat man Angst. Insbesondere, wenn es um eine wichtige Abgabe geht. Doch eine derartige Überzeugungskraft, wie sie die Dropbox hat, bemerkt man erst nach etwas wie meiner Abgabe.
Die Dropbox ist ein Multiclient. Sie läuft auf dem PC, dem Mac, dem Computer unter Linux, dem iPhone. Und ein Stück weniger komfortabel sogar unter jedem Gerät das Internet hat. Für letzteres bietet sie ein schönes Web-Frontend, von dem man seine Daten einsehen und auch neue hinzufügen kann. Das Web-Frontend ist aber vergleichsweise langweilig, denn mit Synchronisierung hat das nicht viel zu tun.
Die Desktop Versionen dagegen machen die Dropbox erst zu dem, was sie ist. Ich kann meine Faszination kaum in Worte fassen und rate deshalb: Probiert es einfach!
Noch kurz zur Funktionsweise: Die Dropbox nistet sich über den Desktopklienten in Form eines Ordners bei euch ein. Welcher Ordner das ist, das bleicht euch ganz frei überlassen.
Und ab da passiert alles von alleine. Was ihr ändert, ändert die Dropbox an allen Enden eures Accounts, ob Desktop PC, Mac, Netbook. Es Funktioniert einfach. Alles andere bleibt unberührt.
Ein weiteres kleines Highlight sind Shared Folders. So kann man mit Freunden, Bekannten und Kommilitonen zum Beispiel Urlaubsfotos oder Dokumente für die Uni teilen. Einfach in dem Ordner speichern. Jeder autorisierte Dropbox Nutzer empfängt alle diese Daten, ohne etwas tun zu müssen.
Besonders toll ist: Die Dropbox kommt kostenlos mit 2 GB Speicher. Wer mehr braucht, kann gegen Aufpreis nachrüsten. Aber zwei Gigabyte sind genug, wenn man nicht gerade seine Mediathek teilen oder verteilen will.
Also probiert es ruhig mal aus!