Das digitale Comeback der bezahlten Zeitungen und Zeitschriften!

Dezember 3rd, 20091:30 pm @ Roman

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Zeitungen und Magazine haben es schwer in diesen Zeiten. Sowohl die Zahlen der Leser als auch  die Werbekunden sinken und die weitestgehend kostenlosen Internetauftritte refinanzieren, wenn es gut läuft, gerade mal sich selbst.

Wie soll man diesen Zeiten als Verleger nur begegnen? Die 75% der Belegschaft entlassen und weitermachen wie bisher, nur ohne den journalistischen Anspruch? Oder das Print-Geschäftsmodell auf das Internet übertragen?

Werbung ist nicht das Problem, die läuft im Internet hervorragend.

Der Druck auf Google wird auch immer stärker und dem Suchriesen wird nichts übrig bleiben, als mehr Rechte und vor allem mehr Gewinnbeteiligen zuzusichern. Sonst kann es zu einer bösen Überraschung kommen. Die Verleger schaffen ihre eigenen “Google News” (wie z.B. auf Nachrichten.de) oder drohen damit, sich von Google abzuwenden (wie unlängst Rupert Murdoch). Natürlich sind beides steinige Wege, aber so zwingt man Google zu Zugeständnissen.

Die Leser dazu zu bringen überhaupt für den Zugang zu journalistischen Inhalten zu bewegen ist da schon schwieriger. Wie verknüpfen “Internet” und “kostenlos” ganz stark miteinander. Warum? Weil es bisher so war und noch so ist.

Um diese Einstellung zu umgehen, muss richtig was geboten werden, habe auch die Verlage jetzt erkannt. Zeitschriften auf dem PC zu verkaufen, ist sowieso eine schwierige Sache, denn dieses Medium zeichnet sich durch seine Mobilität und Leichtigkeit aus. Dazu gibt es ja dieses herrliche und wohlbekannte Video.

Da trifft es sich gut, dass jetzt die mobilen Endgeräte so richtig in Mode kommen. Smartphones, Smartbooks, Netbooks und so weiter.

Auf diesen Geräten finden sich alle Vorteile der Print-Produkte wieder. Daraus ergibt sich für die Verleger nur ein logischer Schluss. Wenn das gleiche geboten wird, muss es auch das gleiche kosten. Deshalb haben unlängst verschiedene Verlage angekündigt, dass es auf dem Iphone entweder digitale Ausgaben zur kaufen geben wird oder man die eigene Applikation generell kostenpflichtig macht.

In den USA bereitet man sich außerdem auf das ominöse iTablet von Apple vor. Das Iphone ohne Telefon und dafür mit riesigen Bildschirm, wird schon als die Rettung für Zeitungen und Zeitschriften gehandelt, dabei ist es noch nicht mal offiziell angekündigt worden.

Immerhin werden sich Gedanken gemacht, wie Zeitschriftenformat der Zukunft auszusehen hat. Denn die gleichen Inhalte auf einem Display anstatt auf Papier zu sehen, macht auf Dauer wenig Sinn.

Die Time Inc. hat sich anhand der Sports Illustrated schon mal was schönes überlegt:

 

Wenn man sich das anschaut, dann werden die Vorbehalten gegen das Zahlen für eine iTablet-Zeitschrift schon viel schwächer, finde ich. Sollte die Verlage es schaffen, Videos, Fotos und Texte so toll miteinander zu verknüpfen, dann ist das vielleicht tatsächlich ein Geschäftsmodell.

via Mashable, Foto: ShironekoEuro / Flickr

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