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Was den vernetzten Menschen von Heute so interessiert…

Archive for the ‘Specials’ Category

Apples iPad enttäuscht und wird (vermutlich) trotzdem ein riesiger Erfolg

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Zur Zeit scheint ja jeder Blogger und Journalist einen Kommentar zum Thema “iPad” abgeben zu wollen. Und ich kann die Finger auch nicht von der Tastatur lassen. So ist das nun mal mit den Hypes…

Allerdings will ich das Gerät nun wirklich nicht nochmal ausführlich vorstellen, dass haben andere schon zur Genüge getan (zum Beispiel auf Netbooknews).

Die Erwartungen waren ja wirklich hoch. Aus den verschiedensten Perspektiven wurden die Features des neuen Supergerätes zusammengesponnen. Zeitungsersatz für die angeschlagene Printmedien-Branche, Netbook-Alternative für coole Kreative, Multimedia-Wundertüte für Apple-Jünger, Tablet-PC-Durchbruch für Technikfreaks.

Die Lücke zwischen iPhone und Macbook sollte geschlossen werden, meinte Steve Jobs während seiner Keynote. Eine Lücke, von der selbst Jobs vor dem Erfolg der Netbooks nichts wusste und auch später noch nichts wissen wollte.

Doch der Konsument ist König, auch wenn man das bei Apple anscheinend nur hinter vorgehaltener Hand sagen darf. So suchte man nach dem passenden Konzept für solch ein neues Gerät.

Die Lösung war eigentlich nicht so weit entfernt. Das iPhone könne ja im Prinzip alles, was man so braucht, dachten sich wohl die Apple Ingenieure. Also nahmen sie den iPod Touch als Vorlage und machten den 2-Finger-spreizen-Trick. Fertig, das iPad wart geboren.

tab12_600x400 Aber mal ehrlich, wo sind die Features, die wir uns schon für die erste Version des iPhones gewünscht haben und auf die wir immer noch warten?

Frontkamera? Multitasking? Flash im Browser?

Und da wäre noch die Kleinigkeit, die unser iPhone hat, aber das iPad nicht:

Telefonfunktion?

Nicht vergessen dürfen wir auch die Standard-Features:

USB-Anschlüsse? Cardreader? Gescheiter Prozessor? Vollwertiges Betriebssystem?

Falls dann noch Luft gewesen wäre:

HD-Ausgang? HD-Auflösung? Wechselbarer Akku?

Fazit

Für mich ist das iPad nichts. Ok, mit einem iPhone-ähnlichen Betriebssystem hätte man rechnen müssen. Ist ja auch der Kaufgrund Nummer 1 des iPhones, aber die Hardware enttäuscht auf ganzer Linie.

Ach egal, es sieht echt cool aus und der coole Apfel ist drauf und was sind schon die paar Hundert Euro dafür…

Written by Roman

Januar 28th, 2010 at 10:35 pm

Warum Googles Hardware-Ambitionen leichtsinnig und dumm sind

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Eine Sache ist in letzer Zeit sehr offensichtlich geworden:

Google hat die Schnauze voll von mieser Hardware, die den Betriebssystemen und Applikationen aus eigener Produktion nicht gerecht wird.

android-logo Mit Android hatte Google den Handyherstellern lange genug Zeit gegeben, eine ganze Reihe von iPhone-Konkurrenten auf den Markt zu bringen, aber irgendwie wollte kein Android-Smartphone bisher so richtig durchstarten.

Also nahm Google die Sache selbst in die Hand. Natürlich nicht direkt, denn Google ist kein Hardware-Hersteller. Aber Google suchte sich einen fähigen Hersteller, diktierte die Spezifikationen und versah das ganze mit dem eigenen Logo. Herausgekommen ist das Nexus One.

chrome-205_noshadow Gleiches scheint sich in der Netbook-Welt abzuspielen. Google kreiert ein Betriebssystem, Chrome OS, und lässt sich auch gleich noch ein passendes Netbook zusammenbasteln. Das hat zwar ganz ordentliche Spezifikationen, aber es wird auch noch ein knappes Jahr vergehen bis es zu haben sein wird. Wer weiß, was die Konkurrenten in der schnelllebigen Netbookwelt bis dahin auf den Markt geworfen haben werden.

Vermutlich wird es sich so auch bei der neuen und immens wichtigen Generation von Tablet-PCs abspielen. Google hat die Software und die Hardware wird dann nach eigene Vorstellungen zusammengebaut und unter dem eigenen Namen verkauft.

Wieso auch nicht. Im Prinzip macht’s Apple doch genauso. Apple entwickelt keine Chips und baut keine iPhones zusammen. Vertragspartner machen das. Zwar ist Apple bei den eigenen Produkten viel tiefer involviert als Google, aber das Prinzip bleibt das gleiche.

Wo ist also das Problem?

Wo Apple Spitzenqualität und außergewöhnliches Design offeriert, bietet Google nur das Durchschnittliche.

Mal ehrlich, das Nexus One sieht nach einem soliden Telefon aus. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist ok. Es wäre unter der Marke des Herstellers HTC eine logische Weiterentwicklung des Produktportfolios. Aber für Google?! Die Firma, die uns konstant mit neuen Innovationen im Web begeistert. Die Konkurrenten wie Microsoft und Yahoo alt aussehen lässt. Die immer schon zwei Schritte voraus denkt.

Wenn Google Software macht, erwarten wir Großartiges, wenn Google Hardware macht nichts Geringeres. Aber genau das ist es. Durchschnittliches Zeug. Enttäuschend.

Apple hat es geschafft einen unglaublichen Nimbus um die eigene Marke zu kreieren und das zu Recht. Egal, was Apple als nächstes Geschäftsmodell angeht, der Nimbus wird sich übertragen. Apple eröffnet Fast-Food-Kette?! Nehmt mal für einen Moment an, das wäre eine echte Schlagzeile. Bei mir würde sich da sofort das Gefühl einstellen, dass da etwas Revolutionäres im Gange wäre.

Auf der anderen Seite habe ich gerade die ersten Gerüchte vom Google/HTC Tablet-PC gelesen. Gähn. Solide wird das, keine Frage…

Die Moral von der Geschichte ist wohl, dass man diesen Nimbus viel schneller verliert, als man sich vorstellen kann.

Ich persönlich finde, dass Google diese Hardware-Durchschnittlichkeit auf der Stelle stoppen oder sich wirklich bemühen sollte. Diese Halbherzigkeit wird dem Unternehmen auf Dauer nur schaden und die Konsumenten enttäuschen.

Written by Roman

Januar 4th, 2010 at 12:10 pm

Wie die Zukunft des Buches aussieht

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Seit der Verbreitung des Internets in der Gesellschaft, hat das Buch stetig an Aufmerksamkeit und Bedeutung verloren. Natürlich hat dieser Prozess von einem sehr hohen Level aus begonnen, sodass sich Verleger und Autoren lange keine Sorgen machen mussten.

Das liegt auch daran, dass das Buch als Kulturgut durch Buchpreisbindung und reduzierter Mehrwertsteuer staatlich gestüzt wird.

Doch mittlerweile nimmt der Bedeutungsverfall solche Ausmaße an, dass sich die Betreffenden die Frage stellen, wo die Reise hingeht.

Das Problem liegt dabei auf zwei Ebenen.

Das Medium Buch

Erstens ist das Medium Buch veraltet und der Sprung auf neue Medien wie Smartphones, Netbooks oder eBookReader ist noch nicht geschehen. Zwar könnte man behaupten, dass ein Buch immense Vorteile gegenüber elektronischen Lesegeräten hat (bessere Lesbarkeit, kein Akku-Problem), aber der Punk ist, dass wir keine Lust haben beides mitzunehmen. Wenn ich schnell mal mit dem Bus in die Stadt fahre, dann schnapp ich mir mein Handy und habe alles, was ich brauche. Ich habe keine Lust noch einen schweren Wälzer mitzuschleppen, um ihn auf der Fahrt zu lesen. Und wieso auch, mein Handy kann doch auch Text anzeigen.

Sollte ich dann eines ausgelesen haben, will ich mir sofort ein neues besorgen können ohne in einen Buchladen laufen zu müssen.

Das Buch als Unterhaltungsgut

Zweitens ist das geschriene Wort als Content weniger attraktiv als früher. Das gilt zumindest Geschichten im Roman-Format.

Irgendwann mal war das Buch ein tolles Geschenk, dann war es ein ungeliebtes Geschenk und heute wird es gar nicht mehr verschenkt.Heute bekommt man Filme oder ganze Staffeln von Fernsehserien auf DVD und die neusten Games für die Spielekonsole. Ganz so extrem ist es  natürlich noch nicht, aber die Entwicklung geht in diese Richtung.

Es ist meiner Meinung nach aber falsch daraus zu schließen, dass insgesamt weniger gelesen wird als früher. Es werden zwar keine Bücher mehr gelesen, dafür aber Blogs, Online-News, Wikipedia, Emails, SMS und Facebook-Statusupdates. Intellektuell gesehen ist das natürlich kein gleichwertiger Ersatz, aber den will auch keiner.

Bücher sind zu teuer

Ein weiterer Faktor ist der hohe Verkaufspreis von Büchern. Texte sind im Internet meist kostenlos zugänglich. Klar, muss ein Buch auch was kosten, so wie man auch zuhause für neue Druckerpatronen und Papier zahlen muss, aber der eigentlihe Inhalt wird nicht mehr als Wert wahrgenommen. Dafür sind die Preise aber einfach zu hoch, viel zu hoch.

Zwar kosten  DVDs auch nicht weniger, aber Kinofilme werden nicht als Gratis-Produkt begriffen, weil sie auch im Internet nicht kostenlos angeboten werden.

Außerdem ist der Gesellschaft klar, wie eine DVD ordentlich was kosten muss. Nicht selten hört man von Produktionskosten von Hunderten von Millionen für einen Hollywood-Streifen. Gleiches kann man von Büchern nicht behaupten.

Wie also kann es weitergehen mit der Buchbranche?

Um das zu Erörtern, mache ich erst mal eine Vermutung:

Bücher werden in der Zukunft nur noch ein Bruchteil dessen kosten, was sie heute tun. Ebooks 25% von heutigen Preisen und Printbücher 50%, schätze ich.

Dieser enorme Preisverfall wird nur bedingt durch höhere Absatzmengen aufgefangen werden und insgesamt wird der Umsatz der Buchbranche erheblich schrumpfen.  Dennoch glaube ich, dass der Absatz wieder steigen wird, denn es gibt  ein große Interesse an den eBooks , wenn der Preis stimmt und die entsprechende Hardware zur Verfügung steht.

Was der Online-Riese Amazon mit seinem eBookReader Kindle veranstaltet, kann höchstens als Experiment angesehen werden. Die Masse wird kein Lesegerät für Hunderte von Euros kaufen, um dann  für die Lektüre dieselben Preise wie im Buchladen zu zahlen. Das ist absurd.

Die Masse wird sowieso nie wieder die Buchpreise von heute bezahlen, denn beim Buch handelt es sich meist um einen von einer einzelenen Person verfassten Text.  Bei einem eBook fällt der Druck weg und die Distribution ist über das Internet so gut wie kostenlos. Da sind Preis von ab 10€ für den Kunden einfach nicht mehr nachvollziehbar.

Fazit

Erst wird alles schlimmer, bevor es wieder besser wird. In den nächsten Jahren werden sicherlich unzählige Verlage und Buchläden verschwinden und die Branche einen tiefen Schock erleiden.

Gleichzeitig werden sich Plattformen und Geräte etablieren, die das eBook alltagstauglich machen, allerdings zu einem viel geringeren Preis als die Print-Ausgabe zuvor.

Für die Hersteller von Lesegeräten bietet sich die einzigartige Chance neben dem Gerät auch den Service zur Verfügung zu stellen, sodass gleich zweimal abkassiert werden kann. Vorgemacht hat das Apple – man zahlt für sein Iphone und dann kauft Pogramme im Appstore, von deren Erlös Apple wieder 30% einsackt. Deshlb glaube ich daran, dass es einen harten Wettbewerb um die Gunst der Konsumenten geben wird.

Für Autoren und Verlage bleibt zu entscheiden, ob sie sich in diesen Wandel einbringen wollen oder versuchen, die Sahne so lange es geht abzuschöpfen, um dann letztendlich zu verschwinden.

Bild:  austinevan / flickr

Written by Roman

Dezember 17th, 2009 at 10:43 pm

…und alle warten gespannt auf die neuen Tablet-PCs!

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Es kommt Bewegung in den Markt der mobilen Endgeräte. Vor kurzem erst ist Motorola wie der berühmte Phönix aus der Asche auferstanden und hat sein Smartphone “Motorola Droid” bzw. “Motorola Milestone” für den europäischen Markt vorgestellt.

Letztes Wochenende gab es dann die ersten Infos und Bilder zum von HTC produzierten Google Phone, dem Nexus One.

Und schon vor einer Weile haben Acer und Dell angekündigt, auf dem Smartphone Markt aktiv zu werden.

Es wird eng für das iPhone. Zwar konnte bisher kein Herausforderer den Marktführer schlagen, aber Apple muss sich für die 4. Generation des iPhone ordentlich in Zeug legen (bzw. in das Zeug gelegt haben, denn vermutlich ist die Entwicklung der Hardware schon abgeschlossen), um den Vorsprung zu erhalten.

Neben dem neuen iPhone wartet die Weltöffentlichkeit auch gespannt auf das iTablet. Dass ein solcher Tablet-PC in Arbeit ist, scheint gesichert, obwohl es bisher keine offizielle Ankündigung gab.

Das Interesse an einem solchen Gerät ist auch so hoch, weil es als die Rettung der angeschlagenen Zeitung-, Zeitschriften- und Buch-Brache dienen könnte.

So kommt es, dass sich schon viele Gedanke (ohne eigentliche Basis) gemacht werden.

Vor kurzem hatte ich schon mal das Bedienungskonzept der Time Inc. gezeigt:

 

Aber auch sonst beschäftig das iTablet die Leute wie dieses (Fake-)Video beweist:

 

Dass natürlich auch die Freunde von Googles Betriebssystem Android nicht stillhalten können, ist klar. Schon gibt es das erste erfundene HTC-Tablet, das Envolve:

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Es scheint wohl nicht mehr lange zu Dauern bis der Kampf um diesen Markt eröffnet ist und wir können davon ausgehen, dass er mit einiger Härte geführt werden wird, denn eBooks und ePapers versprechen gute Umsätze, von denen die Hardware-Hersteller sicher auch ihren Teil abbekommen.

 

via Behance (HTC Envolve Fake), the iPhone blog (iTablet Fake)

Written by Roman

Dezember 14th, 2009 at 6:33 pm

Das Google Phone hat einen Namen – NEXUS ONE

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Na, klingt das nicht dramatisch. NEXUS ONE. Erinnert mich an den Star Trek Film, in dem ein verrückter Wissenschaftler versucht hat in ein bestimmtes Energiefeld, den Nexus, zu gelangen. Dort angekommen würden alle Wünsche wahr und man hätte das perfekte Leben. Ob das beim Nexus One auch der Fall sein wird, werden wir sehen…

Bekannt ist nun, dass HTC der Hersteller des Geräts ist. Das macht auch Sinn, denn HTC hat bisher die besten Android-Smartphone hergestellt (das Motorola Droid/Milestone vielleicht ausgenommen).

Offensichtlich ist auch, dass Google Mitarbeiter einen Haufen dieser Nexus Ones zum testen bekommen haben und wohl ziemlich beeindruckt sind. Zumindest ist das, was nach außen dringt positiv, wobei man das nicht überbewerten sollte. Es wäre für den eigene Position sicher nicht gerade förderlich, viel Kritik zu äußern, zumal Google eigentlich eine Informationssperre verhängt hat. 

Folgende Informationen (deren Wahrheitsgehalt nicht überprüfbar ist) ergeben sich aus diversen Tweets:

  • Das Nexus One hat wohl einen  “capactive touchscreen”, also man steuert das Gerät nicht durch Druck, sondern den elektrischen Strömungen in den Fingern, was zu einer viel besseren Bedienung führt (siehe iPhone). Dem Bild zur Folge hat das Display ungefähr die gleiche Größe wie das des iPhones. Ich rechne allerdings mit einer höheren Auflösung.

 

  • Eine physische Tastatur wird es wohl nicht geben (auch wie beim iPhone).

 

  • Das Gerät ist anscheinend sehr dünn, wahrscheinlich sogar dünner als das iPhone.

 

  • Zur Steuerung gibt es wohl auch noch einen “scroll ball” (ähnlich wie bei den Blackberrys).

 

  • Gerüchte besagen, dass es schon im Januar 2010 online und ohne Simlock (damit ohne Mobilfunkvertrag) zu haben sein wird.

 

Ich finde, das klingt alles schon sehr vielversprechend. Vor allem die Aussicht, dass das Nexus One ohne Mobilfunkvertrag zu haben sein wird, gefällt mir. Wenn man dann noch annimmt, dass Google mit dem Gerät nicht primär Geld verdienen, sondern Android stärken will, dann könnte der Verkaufspreis ganz vernünftig sein.

Leider gibt es noch keinerlei Infos zu wichtigen Features wie der Kamera, Speicher, Prozessor und unklar ist natürlich auch, wie gut das neue Android, Version 2.1, wirklich ist.

Folgendes Bild ist angeblich original:

49239592

via TechCrunch und Mashable

Written by Roman

Dezember 13th, 2009 at 2:30 pm

3 Wege, ein eigenes Social Network zu starten

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Social Networks boomen. Diese Schlagzeile habe ich heute irgendwo im Internet gelesen. Gemeint sind vor alle die großen Netzwerke wie Facebook und Konsorten.

Doch nicht immer sind diese Communities die richtige Umgebung zum Austausch mit anderen. Manchmal will man sich nur für ein Projekt organisieren oder sich über ein sehr speziellen Thema unterhalten.

Zwar bietet so gut wie jeder Social Network eine Gruppenfunktion an, aber richtig genutzt wird die meistens nicht.

Gut, dass es einige Anbieter da draußen gibt, die einem den Start eines eigenen Social Networks erlauben:

mixxt.de

mixxt

Mixxt ist der erste Anbieter, den ich unter die Lupe genommen habe. Eine Anmeldung reicht aus, um sich sein eigenes Social Network zu erstellen.

Die Software und das Hosting übernimmt Mixxt. Man muss keine Programmierkentnisse verfügen und keinen Server mieten.

Das eigene Netzwerk ist unter netzwerk-name.mixxt.de zu erreichen. Gut gefallen hat mir, dass man neben der Endung .de auch diverse Alternativen wie .com oder .tv zur Auswahl stehen.

Auch die Auswahl an Features kann sich sehen lassen. Blogs, Bilder, Gruppen, Foren, Wiki, Events, Dateien, Videos, News. Alles, was man braucht.

Überraschenderweise konnte ich auch keinerlei Werbung auf meiner frisch erstellen Seite erkennen. Gut so.

Einzig die Anpassungsmöglichkeiten des Layout lassen zu wünschen übrig. Zwar kann man diverse Designs wählen, aber nur Farben und Headerbilder werden dabei verändert. Wie ich jetzt erfahren habe, gibt es einen CSS-Modus, über den man sehr wohl Veränderungen am Design vornehmen kann.

Insgesamt macht mixxt einen sehr guten Eindruck. Schade, dass man nicht upgraden und seine eigene Top-Level-Domain bekommen kann. Auch das war leider nicht richtig. Es gibt die Möglichkeit, seine eigene Domain aufzuschalten. Sehr gut.

ning.com

ning

Inspiriert wurde mixxt vom amerikanischen Marktführer Ning.

Der bietet seine Social Networks mittlerweile in vielen Sprachen, darunter auch deutsch, an.

Beim Anlegen des Netzwerks fällt auf, dass man leider nicht aus verschiedenen Domain-Endungen wählen kann, aber dafür wesentlich mehr Freiheiten beim Design hat.

Man kann komplett eigenen Farben definieren und sogar die verschiedene angezeigten Elemente per Drag an Drop verschiebend. So wandert zum Beispiel die Mitgliederliste von der linken in die rechte Sidebar.

Auch bei den Features hat Ning die Nase vorn. Alles, was Mixxt hat, hat Ning auch, aber dazu kommt, dass sich Ning vor einiger Zeit für externe Entwickler geöffnet hat und die nun ihre eigenen Applikationen anbieten können.

Zwar ist alles auf englisch, aber so kann man sein Social Network doch mit ordentlich Mehrwert ausstatten.

Was dagegen negativ auffällt, ist die Google Adsense Werbung in der Sidebar. Das ist unangenehm. Allerdings kann man die Werbung entfernen oder eigene schalten, wenn man bereit ist 25 Dollar im Monat dafür zu zahlen.

Schon interessanter ist da das Angebot für 5 Dollar eine eigene Top-Level-Domain zu benutzen. Blöderweise muss man diese selbst registrieren. Das kostest wieder Geld und macht Verwaltungsaufwand. Warum Ning das nicht als Paket anbietet, ist mir schleierhaft.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Ning wirklich viel bietet, aber die Werbung nervt und die Upgrades nicht wirklich attraktiv sind.

elgg.com

elgg

Wer Großes vor hat oder sich nicht auf die Plattformen anderer verlassen will, der sollte sich vielleicht mal Elgg anschauen.

Hierbei handelt es sich um eine Open-Source-Software für ein Social Network.

Anders als bei Ning und Mixxt muss man Elgg selbst hosten, benötigt also einen Server oder zumindest Webspace. Elgg setzt auf PHP und MySQL.

Um ein Social Network auf der Basis von Elgg in Betrieb zu nehmen, benötigt man also zumindest entsprechende Grundkenntnisse.

Dafür hat man auch völlig Freiheit. Eigene Domain, eigenes Design, keine Werbung.

Die Community, die Elgg betreut, stellt dabei viele Plugins und Designs zur Verfügung, sodass man sein Wunsch-Netzwerk zusammenbasteln kann.

Elgg ist eine tolle Ausgangsbasis, um ein wirklich individuelles und professionelles Social Network aufzuziehen. Allerdings nur, wenn man die entsprechenden Fähigkeiten besitzt.

Fazit

Wer lieber zu einer Fertig-Lösung greifen will, der sollte sich für Ning oder Mixxt entscheiden.

Ning bietet mehr Funktionen und mehr Freiheiten, man muss dafür aber mit der Werbung leben oder zahlen. Mixxt kann zwar nicht ganz mit Ning mithalten, aber dafür gibt’s auch keine Anzeigen.

Wer der Sache gewachsen ist und über die Ressourcen verfügt, der sollte Elgg ausprobieren.

 

Foto: Robert S. Donovan / flickr

Written by Roman

Dezember 10th, 2009 at 1:45 pm

Das digitale Comeback der bezahlten Zeitungen und Zeitschriften!

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Zeitungen und Magazine haben es schwer in diesen Zeiten. Sowohl die Zahlen der Leser als auch  die Werbekunden sinken und die weitestgehend kostenlosen Internetauftritte refinanzieren, wenn es gut läuft, gerade mal sich selbst.

Wie soll man diesen Zeiten als Verleger nur begegnen? Die 75% der Belegschaft entlassen und weitermachen wie bisher, nur ohne den journalistischen Anspruch? Oder das Print-Geschäftsmodell auf das Internet übertragen?

Werbung ist nicht das Problem, die läuft im Internet hervorragend.

Der Druck auf Google wird auch immer stärker und dem Suchriesen wird nichts übrig bleiben, als mehr Rechte und vor allem mehr Gewinnbeteiligen zuzusichern. Sonst kann es zu einer bösen Überraschung kommen. Die Verleger schaffen ihre eigenen “Google News” (wie z.B. auf Nachrichten.de) oder drohen damit, sich von Google abzuwenden (wie unlängst Rupert Murdoch). Natürlich sind beides steinige Wege, aber so zwingt man Google zu Zugeständnissen.

Die Leser dazu zu bringen überhaupt für den Zugang zu journalistischen Inhalten zu bewegen ist da schon schwieriger. Wie verknüpfen “Internet” und “kostenlos” ganz stark miteinander. Warum? Weil es bisher so war und noch so ist.

Um diese Einstellung zu umgehen, muss richtig was geboten werden, habe auch die Verlage jetzt erkannt. Zeitschriften auf dem PC zu verkaufen, ist sowieso eine schwierige Sache, denn dieses Medium zeichnet sich durch seine Mobilität und Leichtigkeit aus. Dazu gibt es ja dieses herrliche und wohlbekannte Video.

Da trifft es sich gut, dass jetzt die mobilen Endgeräte so richtig in Mode kommen. Smartphones, Smartbooks, Netbooks und so weiter.

Auf diesen Geräten finden sich alle Vorteile der Print-Produkte wieder. Daraus ergibt sich für die Verleger nur ein logischer Schluss. Wenn das gleiche geboten wird, muss es auch das gleiche kosten. Deshalb haben unlängst verschiedene Verlage angekündigt, dass es auf dem Iphone entweder digitale Ausgaben zur kaufen geben wird oder man die eigene Applikation generell kostenpflichtig macht.

In den USA bereitet man sich außerdem auf das ominöse iTablet von Apple vor. Das Iphone ohne Telefon und dafür mit riesigen Bildschirm, wird schon als die Rettung für Zeitungen und Zeitschriften gehandelt, dabei ist es noch nicht mal offiziell angekündigt worden.

Immerhin werden sich Gedanken gemacht, wie Zeitschriftenformat der Zukunft auszusehen hat. Denn die gleichen Inhalte auf einem Display anstatt auf Papier zu sehen, macht auf Dauer wenig Sinn.

Die Time Inc. hat sich anhand der Sports Illustrated schon mal was schönes überlegt:

 

Wenn man sich das anschaut, dann werden die Vorbehalten gegen das Zahlen für eine iTablet-Zeitschrift schon viel schwächer, finde ich. Sollte die Verlage es schaffen, Videos, Fotos und Texte so toll miteinander zu verknüpfen, dann ist das vielleicht tatsächlich ein Geschäftsmodell.

via Mashable, Foto: ShironekoEuro / Flickr

Written by Roman

Dezember 3rd, 2009 at 1:30 pm

Wie das Wohl unserer Gesellschaft künstlich klein gehalten wird

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Ich bin ein Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. Ich bin aber nicht naiv und sehe die Risiken des Konzepts und die Schwierigkeiten einer Umstellungen.

Zur Analyse der Idee des Grundeinkommens ist es notwendig unser Wirtschaftsgefüge ganz grundsätzlich zu betrachten. Es geht nicht nur darum, eine Alternative zu unserem System der Transferleistungen zu schaffen, sondern es geht auch um ein neues Verhältnis zur Arbeit. Das ist genau das, was den Kritiker Angst und den Befürwortern Mut macht.

Wir müssen uns weiterentwickeln

Ideen, wie das Grundeinkommen haben nur ein Ziel. Sie wollen unsere Gesellschaft besser machen. Freundlicher, komfortabler, weniger aggressiv, weniger vergleichend, weniger zwingend. Und wir sind uns doch alle einig, dass das irgendwann passieren muss, dass wir irgendwann eine neue Entwicklungsstufe erklimmen müssen.

Die Kombo Demokratie und Kapitalismus ist zwar effektiv, aber zu oft bleibt das Individuum auf der Strecke. Das führt zu einer generellen Angst, die wir alle in den Hinterköpfen haben. Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Arbeitsunfähigkeit, vor Überflüssigkeit, vor dem Nicht-Gut-Genug-Sein und so weiter.

Welches Wohl uns vorenthalten wird

Ursprünglich wollte ich in diesem Artikel nur kurz das Grundeinkommen erwähnen, denn eigentlich geht es mit um etwas anderes. Etwas, das vor allem die Internet-Szene betrifft. Es geht um digitale Inhalte wie Musik, Filme, Programme, Texte und so weiter.

Wir haben gelernt, dass Güter einen Preis haben, weil sie knapp sind. Und sie sind knapp, weil die Herstellung jeder Einheit Geld kostet bzw. begrenzte Ressourcen verbraucht.

Aber trifft das auf unsere digitalen Güter zu? Natürlich, aber nur teilweise. Zwar sind die Fixkosten für die Herstellung einer Einheit immer noch gegeben (Filmbudget, Redaktionsgehälter…) aber die Zusatzkosten pro distribuierter Einheit sind praktisch Null.

Im Klartext: Natürlich kostet die Herstellung eines Songs immer noch Geld. Aber, ob der Song 10 oder 1000 Mal runtergeladen wird, macht eigentlich keinen Unterschied mehr (abgesehen von den Traffickosten).

Warum ist das so?

Warum kann man dann nicht beliebig Musik runterladen? Weil die Unternehmen und Künstler natürlich Geld verdienen wollen. Also werden die Güter künstlich knapp gehalten (Kopierschutz, Zugangsabos…).

Damit wir aber auch effektiv das Wohl unserer Gesellschaft verringert. Würden die Leute, die heute die Musik bezahlen, das auch dann tun, wenn die Musik für jedermann frei zum Download angeboten würde, dann könnte sie an die ganze Welt verschenkt werden.

Multipliziert man die potentielle Zahl der Nutzer mit der Zahl der digitalen Inhalte, dann könnte viel Freunde, Wohl, Glück, Spaß und Wissen an die Menschen weitergegeben werden. Einfach so, ohne das es jemanden was kostet.

Andersherum formuliert: Was fällt den Leuten eigentlich ein, diese Bereicherung den Menschen einfach so vorzuenthalten. Wofür?

Ist es nicht möglich, ein System zu finden, in dem wir für die Dinge, die wir für wichtig halten, zahlen wie zuvor, aber trotzdem den Rest auch noch genießen können?

Dies ist eine grundsätzliche Erörterung. Ich habe keine Lösung. Ich weiß nicht, ob die Kultur-Flatrate so ein System sein könnte.

Es ist einfach so, dass es mich der Sachverhalt richtig empört hat, also ich darüber nachdachte. Vielleicht bin ich eben doch naiv, vielleicht übersehe ich auch so manchen Mechanismus.

Doch der Gedanke bleibt: Was können sich die Künstler davon kaufen, wenn ich ihre Musik nicht höre?

Foto: mararie / flickr

Written by Roman

November 25th, 2009 at 8:09 pm

3 bedeutende Internet-Trends im Jahr 2010

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Noch ist ein bisschen Zeit bis zum nächsten Jahr, aber es schadet nicht schon mal einen Blick auf die wichtigen Themen der Zukunft zu werfen.

Die drei Trends, die ich im Folgenden vorstellen will, sind sicher nicht die einzigen, die stark an Relevanz gewinnen werden, aber ich finde sie persönlich äußerst spannend und werde ein sie mit Begeisterung verfolgen.

Smartphones / Mobile Internet

Das Internet auf den mobilen Smartphones wächst rasant und 2010 wird sicherlich ein Boom-Jahr. Die UMTS-Flatrate werden langsam billiger und die Zahl an qualitativ hochwertigen Endgeräten steigt.

Vor allem auch für Googles Handy-Betriebssystem “Android” wird 2010 den endgültigen Durchbruch bedeuten. Der Vorsprung, den das Iphone vor den Konkurrenten von Smasung, HTC, Nokia, Palm und Motorola hat, ist zwar immer noch beträchtlich, aber schrumpft konstant. 2009 war es noch nicht so weit, sicher ein halbes Dutzend “Iphone-Killer” wurden präsentiert, aber keine vermochte die nahezu perfekte Synthese aus Hardware und Software des Iphones zu überbieten.

2010 wird da sicher ein andere Lüftchen wehen. Es gibt Gerüchte, denen zur Folge Google nun doch an einem wirklichen Google Phone arbeitet. Also nicht ein HTC-Handy mit Google Branding, sondern ein Smartphone, dessen Eigenschaften 100%ig von Google diktiert werden.

Herstellen wird Google das Gerät dann sicher auch nicht, genauso wenig wie Apple das macht. Beide beauftragen externe Hersteller. Apple arbeitet vor allem mit Samsung, Google wird vielleicht auf dessen koreanischen Konkurrenten LG setzten.

Google will das Google Phone auch selbst vertreiben, sodass die Geräte vermutlich vertragsfrei zu haben sein werden. Außerdem ist Google wahre Motivation natürlich den Marktanteil von Android auszudehnen und man kann daher auf einen moderaten Preis für das Google Phone hoffen.

So kann sich das Blatt für Apple schnell wenden. Das neue Iphone, dass 2010 vorgestellt werden wird, muss auf jeden Fall einen großen Sprung machen. Vor allem in den Bereichen Multitasking und Kamera gibt es Nachholbedarf.

Ein weiteres Problem für Apple ist die zunehmende Unzufriedenheit der Programmierer über den Appstore. Die Zulassung-Praxis ist katastrophal und hat schon enormen Schaden angerichtet. Wenn Apple es hier nicht schafft die Notbremse zu ziehen, werden viele Programmier zum Android Market abwandern.

Paid Content

Das Thema der Bezahlung von Inhalten wird in 2010 sicher auch einen Höhepunkt erreichen. Im Prinzip hat der App-Store gezeigt, dass das System des Micropayments durchaus Zukunft hat. Ich denke, dass sich der ganze journalistische Sektor drauf zu bewegen wird.

Die Frage ist nur, wer der große Zahlungsabwickler wird. Schon vor einiger Zeit gab es die Diskussion, ob nicht Facebook der geeignete Kandidat dafür wäre und tatschälich zeigt Facebook Interesse an diesem Geschäftsmodell. Allerdings richtig vorweisen kann das Facebook-Team bisher nichts und die Zeit wird knapp. 2010 müssen die Jungs das schon in die Gänge kommen.

Ähnliches gilt für Paypal. Eigentlich wäre es ein logischer Schritt für die Bezahl-Plattform, aber auch hier macht man nur langsame Schritte in die Richtung Micropayment.

Vielleicht tut sich 2010 ja doch eher ein unbekannter oder unscheinbarer Anbieter hervor und übernimmt die Vorreiterrolle. Vielleicht setzten die Verlage auch auf eigene Modelle und werden damit scheitern.

In jedem Fall wird 2010 das Entscheidungsjahr auf diesem Sektor.

Cloud Computing

Diese Entwicklung läuft ja bereits, wird aber 2010 noch einiges an Fahr aufnehmen. Zum Beispiel steht der Launch von Microsoft Office Online bevor. Andere Anwendungen werden folgen.

Google neues Netbook-Betriebssystem “Chrome OS”, was vermutlich noch dieses Jahr startet, wird 2010 wahrscheinlich einen signifikanten Marktanteil erobert haben und setzt dabei stark auf Cloud-Computing-Technologien.

Dienste, die das Speichern von Daten in der Cloud ermöglichen, werden endgültig den Mainstream erreichen. Ich selbst nutze nun schon seit einiger Zeit “Dropbox” zur Datensicherung und Synchronisation mit anderen Computern und würde es jedem empfehlen.

PS: Die Bild ist natürlich von Roland Emmerichs Blockbuster “2012”, den ich übrigends sehr empfehlen kann, wenn man sich mit Emmerichs Schwächen arrangieren kann. Außerdem stammt der Roland auch hier aus der Nachbarstadt und wir Schwaben halten zusammen.

Written by Roman

November 19th, 2009 at 4:11 pm

5 Anbieter, die Musik kostenlos und legal streamen

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Der Umsatz der Musikkonzerne nimmt stetig ab und langsam aber sicher kapieren auch dort die Bosse, dass man das Internet weder ausklammern, noch alle Benutzer verklagen kann. Sie haben auch eingesehen, dass sie den Zug so gut wie verpasst haben und sie jetzt nur noch mitspielen können. So kommt es zu Deals über Beteiligungen an Werbeerlösen mit YouTube und Konsorten.

Das Ziel, was die Herren in der Chefetage jetzt haben, ist die CD-Verkäufe durch bezahlten Musikdownload und Lizenzgebühren zu ersetzen.

In Folge dieser Umstände wurden eine kleine aber feine Zahl an Musik-Startups gegründet, die Musik online anbieten. Zwar kann alles gehört werden, aber ein Download wird ausgeschlossen. Man hört über die entsprechende Webseite oder ein Programm, kann die Musik ohne Internet aber nicht genießen. “Streaming” nennt sich der Fachausdruck für das.

Der Grund ist, dass die Lizenzgebühren für das “Streamen” von Musik verhältnismäßig gering sind und bei vielen Anbietern so durch ein werbefinaziertes Geschäftsmodell getragen werden können.

Im Folgenden will ich 5 solcher Anbieter vorstellen:

lastfm

Last.fm ist ein Klassiker, den wahrscheinlich die meisten Leute kennen, sodass ich nicht viele Worte darüber verlieren muss.

Die Seite hat ein hervorragendes Musikarchiv. Kernstück ist das Programm, dass man auf dem PC installiert. Es analysiert den Musikgeschmack und erstellt ein persönliches Radioprogramm. Man kann auch einzelne Songs anhören und Radios zu Stichworten oder Künstlern starten.

So gut das Programm ist, so abhängig ist man auch von ihm, denn die Webfunktionen lassen zu wünschen übrig. Besonders der online Player ist enttäuschend. Man kann z.B. nicht auf andere Last.fm-Seiten surfen ohne, dass die Widergabe der Musik abgebrochen wird.

 

steereo

Steereo ist eine Entwicklung der Gesellschaft, die auch hinter den StudiVZ und Co. steht. Der Musikkatalog ist gut und vor allem die Suchfunktion hat mich sehr angesprochen.

Im Gegensatz zu Last.fm kann man weiter auf der Seite surfen, wenn man einen Track gestartet hat.

Negativ ist mir aufgefallen, dass man erst einmal einen Werbeclip anschauen muss, bevor man Musik hören kann. Zwangsweise. 

Gut ist aber die Funktionalität. Radio, Favoriten, Playlists, Widgets für die eigene Seite und einfach ganze Alben anhören. Super.

 

deezer

Über Deezer will ich eigentlich auch nicht viele Worte verlieren, denn die Seite konnte meinen Testsong “If A Song Could Get Me You” von Marit Larsen nicht finden. Anstelle des Originals wurde mir eine miese Karaoke-Version präsentiert. Enttäuschend.

Aus diesen Grund habe ich mich nicht weiter mit Deezer beschäftigt, was nicht heißt, dass der Dienst keine guten Funktionen hat. Nur was nützt das, wenn die Musik nicht da ist.

 

 

Grooveshark

Sehr beeindruckend ist Grooveshark.

Das komplette Web-Interface ist Flash und bedient sich wirklich wie ein installiertes Musikprogramm. Im Gegensatz zu Deezer gab es keine Probleme den Testsong zu finden.

Neben Bedienung und Musikkatalog überzeugt Grooveshark auch in der Funktionalität. Library, Favoriten, Playlists und Radio.

Für 3$ im Monat gibt es einen VIP-Account, der bestimmte Limitierungen aufhebt und einige weitere Vorteile bietet.

 

simfy Obwohl es den Testsong auch nicht finden konnte (aber immerhin die Künstlerin), will ich simfy nicht unerwähnt lasse.

Zum einen ist es ein deutsches Startup und zum anderen hat es gerade erst eine Runderneuerung hinter sich.

Die Funktionalität ist ähnlich wie bei Grooveshark und Steereo. Den online Musik-Player finde ich sehr gelungen, die eigentliche Seite eher weniger.

Auch simfy will eine Premium-Mitgliedschaft einführen, die Werbung und bestimmte Restriktionen abschafft.

 

Fazit:

Vielleicht ist es ja Zeit last.fm den Rücken zuzukehren und auf einen neuen Dienst du setzten.

Am besten Gefallen hat mir Grooveshark. Bedienung und Funktionen machen hier einfach den besten Eindruck.

Wer dort nicht die deutsche Musik findet, die er such sollte mal bei Steereo vorbeischauen. Gleiches gilt für Leute, die gerne Musik auf der eigenen Webseite / Blog anbieten wollen, denn das geht mit Steereo.

 

Foto: flickr / RossinaBossioB

Written by Roman

November 15th, 2009 at 3:02 pm